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Marian Theuerkauf

Radtour an die Nordsee – Tag 2

Am zweiten Tag starteten wir sehr früh, da wir wussten, dass es im Laufe des Tages anfangen sollte zu regnen. Wir wollten also möglichst viel Strecke vor dem Regen schaffen. Um kurz nach halb sieben starteten wir also vom Campingplatz in Ebing in Richtung Coburg.

Der Regen kam doch schon früher als erhofft und als wir um kurz vor 10 Uhr Coburg erreichten, waren wir schon komplett nass.

Die Tages-Höchsttemperatur von höchstens 13°C tat ihr übriges zur Situation und zu unserer Stimmung. So machten wir eine längere (kalte) Pause in Coburg um uns eigentlich etwas aufzuwärmen. Das war der erste Tag, dem wir den Satz „Da habt ihr euch aber tolles Wetter zum Radfahren ausgesucht“ gehört haben. Diesen Satz sollten wir in den nächsten Tagen noch sehr oft zu hören bekommen.

Als der Dönerspieß endlich soweit durch war, dass wir alle drei einen schön warmen und leckeren Döner essen konnten war etwa eine Stunde vergangen. Also machten wir uns um kurz vor 11 Uhr wieder auf. Schließlich hatten wir noch etlich Kilometer vor uns.

Leider waren wir heute auf dem Teilstück unterwegs, auf dem es keinen einheitlich ausgeschilderten Radweg gab. Wir mussten uns an den Orten orientieren. Oft genug gab es auch keinen Radweg, so dass wir auf wenig befahrenen Nebenstraßen geleitet wurden bzw. nach den Straßenschildern fuhren.

Wir erreichten Bad Rodach um kurz vor halb eins. Der Regen und die Kälte waren erträglich, immerhin war inzwischen alles gleichermaßen nass. Leider wird man als Radfahrer immer wieder auf Umwege geschickt, von der Straße weg, um später wieder auf diese drauf zu kommen, obwohl man auf dieser sowieso schon war. Dieser Umstand tat unserer Stimmung nicht gut, allerdings tat es ihr auch keinen Abbruch.

Nach einigen dummen Umwegen, teils auf echten „Radwegen“, teils wegen fehlender Beschilderung erklommen wir den letzten Aufstieg vor Hildburghausen. Die Abfahrt hinunter nach Hildburghausen war allerdings nicht zum ausruhen oder genießen, vielmehr war sie bei diesen Bedingungen sehr gefährlich.

Nach einer Versorgungspause beim Discounter (wir ernteten viel Kopfschütteln und fragende Blicke)  wurde beschlossen, dass wir so heute nicht mehr unser Tagesziel erreichen können und auch nicht auf einem Campingplatz nächtigen wollen. Es war immerhin schon nach 14 Uhr und bis nach Meiningen wären es noch gut 45km gewesen. Also fuhren wir die Touristeninformation an und fragten nach einer günstigen Übernachtungsmöglichkeit. Leider war vor Ort nichts mehr frei, so dass wir doch noch gute 10km fahren mussten. Mit der Aussicht auf ein warmes und trockenes Quartier war das dann aber auch kein Problem mehr, trotz einiger Höhenmeter, die wir noch zurücklegen mussten.

Wir errichten schließlich unseren Unterkunft um 15:40 Uhr, nach etwa 9 Stunden (5:14h Fahrzeit) und nur 82km.

Nach einer warmen Dusche, dem waschen der Kleidung und etwas Entspannung gab es noch ein ordentliches Abendessen.
Leider kamen am Abend aber auch noch richtige Schmerzen im Knie auf, die mir sehr zu schaffen machen sollten, zumal unser Zimmer im 2. Stock lag. Allerdings war ich nicht der einzige mit Schmerzen und Blessuren. Eine Nacht im bequemen Bett bringt hoffentlich Linderung.

Geplant:
Gesamtlänge: ca. 110km
Höhenmeter: ca. ↑ 521m ↓ 484m

Die GPS-Daten stammen aus dem zum einen aus dem Routenplaner des Bayernnetz für Radler, zum anderen von www.radkompass.de.

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