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Marian Theuerkauf

Eine Radtour an die Nordsee – Rückblick

Etappenlänge

Wir haben versucht die Etappen vorher möglichst genau zu planen, damit wir in maximal 10 Tagen Cuxhaven erreichen und jeden Abend einen Campingplatz zu übernachten haben. Da die Campingplätze aber natürlich nicht gleich verteilt sind, mussten mal mehr, mal weniger Kilometer an einem Tag zurückgelegt werden.
Im nachhinein kann man sagen, dass keine der Etappen zu lang war, allerdings war der erste Tag mit 100km für den Einstieg schon happig. Tag 2 mussten wir aufgrund des Wetters abkürzen und an Tag 3 nahmen wir wegen dem Wetter und den spürbaren Schmerzen den Zug und sparten uns damit ca. 40km Strecke.  Hat das Wetter einen erst einmal gebrochen und man begegnet dem mit Galgenhumor, geht es auch besser voran. Mit dem besseren Wetter waren auch die längeren Etappen kein Problem für uns.

Wetter

Da so eine Radtour mit mehreren Beteiligten lange im voraus geplant werden muss, kann man natürlich keine Rücksicht und sowieso keinen Einfluss auf das Wetter nehmen. Man muss es also nehmen wie es kommt und das heiß bei uns leider, dass wir es mit einem größerem Tiefdruckgebiet, Tief Alfred (DWD, DWD2Tagesschau), zu tun bekommen würden.
Der Juli 2017 war der nasseste Juli seit 1993 und einer der zehn regenreichsten Julis seit den Wetteraufzeichnungen. Der langanhaltende Dauerregen führte auch vielerorts zu Überschwemmungen:
Wetteronline 
Wetteronline

Gerade weil wir auch fast durch ganz Deutschland gefahren sind, muss man natürlich mit dem Wetter leben und zurechtkommen. So gab es natürlich regional deutliche Unterschiede von Temperatur, Niederschlagsmenge und Sonnenstunden.
Hier eine Abbildung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu den Niederschlägen vom 24.07. 9 Uhr bis 27.07.2017. 08 Uhr von Tief Alfred. Der Niederschlag war damit aber noch nicht vorbei.


Quelle: DWD – „Erste hydro-klimatologische Einordnung der Starkregen und Dauerregen in Deutschland zum Ende eines sehr nassen Juli 2017.“ (pdf)

Teamgeist

Ganz wichtig ist natürlcih auch ein Team zu bilden. Niemals darf und sollte man gegeneinander Arbeiten, immer nur miteinander. Es ist ungemein hilfreich und stärkend, wenn man von einem anderem wieder aufgebaut und gepusht wird. Motivation ist das A und O. Innerhalb eines funktionierenden Teams ist das alles vorhanden und man bewältigt die Aufgaben die vor einem stehen viel einfacher und schneller.
Direkt aufs Radfahren bezogen heißt das natürlich, dass man sich mit dem Vorausfahren abwechselt. Denn der Vorausfahrende hat nicht nur die Position, die am meisten Kraft kostet, sondern er hat noch mehrere Aufgaben, wie z. B. den richtigen Weg finden. Im Gegenzug bedeutet das natürlich, dass die anderen nicht immer nur im Windschatten fahren können. Auf der anderen Seite kann man dadurch aber auch jemanden gezielt schonen. Da sind wir bei einem weiteren wichtigen Thema, der Rücksichtnahme auf seine Teamkollegen.

Dass ein Team nicht immer perfekt harmonieren kann ist natürlich normal, aber im Großen und Ganzen sollte jeder sein Bestes für das Team und den Zusammenhalt in diesem geben.

Verpflegung & Getränke

Wir haben uns jeden Tag beim Bäcker oder Discounter ein Frühstück gekauft, mittags waren wir auch oft noch ein zweites Mal einkaufen für ein deftiges Mittagessen und zum kochen am Abend.
Damit sind wir eigentlich sehr gut zurecht gekommen. Natürlich hatte man am Anfang der Tour noch Müsli- und Energie-Riegel dabei, die wurden dann auch mal nachgefüllt, da man so etwas gut während der Fahrt essen kann.

Die Getränke, also eigentlich nur Wasser mit Brausetabletten (Magnesium, Calcium, …), waren manchmal doch ziemlich knapp, weil es eigentlich nie möglich war, sein Wasser aufzufüllen. Deshalb kauften wir auch immer etwas Wasser zusätzlich ein.

Verletzungen/Schmerzen

Natürlich hofft man ohne Verletzungen durch so eine Tour zu kommen, allerdings ist schnell etwas passiert und auch so ganz schmerzfrei wird man nicht durch so eine lange Tour kommen.
Da gibt es dann natürlich ein paar neuralgische Punkte, wo jederzeit Schmerzen auftreten können. Das sind natürlich die Knie, der Hintern, der Rücken, die Handgelenke und natürlich jegliche Muskulatur, die verkrampfen kann.
Da muss man einen Punkt auf jeden Fall ansprechen und zwar, dass das Rad auf jeden Fall gut auf den Fahrer eingestellt sein sollte! Gerade um die Knie zu schonen und einen runden Tritt zu gewährleisten. Auch der Sattel sollte gut eingestellt sein, damit man möglichst sicher und bequem auf dem Rad sitzt.
Damit man auch noch nach Tagen relativ entspannt auf dem Rad sitzen kann sind auf jeden Fall gepolsterte Fahrradhosen empfehlenswert. Um Reibungen vorzubeugen gibt es auch noch sog. Sitz- oder Gesäßcremes. Allerdings tut es auch Melkfett aus der Drogerie für einen Bruchteil des Preises für die speziellen Cremes. Empfehlungen siehe auch Packliste Fahrradtour.

Gefahrene Strecke

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