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Marian Theuerkauf

Radtour an die Nordsee – Tag 5

Heute stand die Königsetappe unserer Tour an, mit fast 120km und ordentlich Höhenmetern.

Wir starteten am Campingplatz in Eschwege um ca. 8 Uhr bei kühlen Temperaturen, bedecktem Himmel und Nebel. Leider hatten wir am Anfang etwas Probleme wieder auf den Radweg zu kommen, denn zurück wollten wir nicht und laut dem Personal am Campingplatz sollten wir ganz einfach und gleich wieder auf den Weg kommen. Nunja, wir kamen schließlich wieder auf den Werra-Radweg, allerdings mit einem ziemlichen Umweg. Nach einem schönem Stück direkt an der Werra entlang erreichten wir schon bald Bad-Sooden-Allendorf. Der Radweg führt durch die Innenstadt und den Ortsteil Allendorf, eine sehr schöne Stadt mit vielen sehr schön restaurierten Fachwerkhäusern, kleinen Gässchen und schönem Marktplatz.

Der Radweg führte weiter der Werra entlang bis ins Örtchen Lindewerra, wo die Werra eine hufeisenförmige Schleife macht und der Radweg dieser folgen soll. Allerdings kamen uns am Ortsausgang Radler entgegen, die uns mitteilten, dass man leider auf dem Radweg nicht weiterkommt, da dieser überschwemmt sei. So mussten wir einen kleinen Umweg über die Straßen nehmen, bis wir in Werleshausen wieder auf den Radweg trafen.

Der nächste größere Ort war Witzenhausen, hier frühstückten wir dann auch und kauften für den Tag ein. Um kurz nach 10 Uhr trafen wir in Witzenhausen ein, der Radweg führt direkt auf den Marktplatz. Das Frühstück und der Einkauf für den Tag stellen natürlich auch immer eine willkommene Pause dar, da wir ja oft schon ein gutes Stück Wegstrecke zurückgelegt haben. Heute waren es bis Witzenhausen knapp 30km. Da aber knapp 120km geplant waren, machten wir uns etwa 40min später um kurz vor 11 Uhr wieder auf den Weg. Unser nächstes Zwischenziel war Hannoverisch Münden.

Kurz vor Hann. Münden unterquerten wir die Autobahn 7 und die ICE Schnellstrecke. Beeindruckende Brückenbauwerke.


Um ziemlich genau 12 Uhr mittags erreichten wir nach über 80km Hann. Münden. 

Durch Hann. Münden fuhren wir aber mehr oder weniger nur durch. Wir sahen den Zusammenfluss von Werra und Fulda zur Weser, die uns ab jetzt bis zur Nordseeküste begleiten sollte. Also wechselten wir natürlich auch den Radweg. Der Weser-Radweg war von Anfang an besten beschildert, allerdings auch manchmal verwirrend, durch die vielen verschiedenen Routen die der Weg bietet. Wir hatten uns vorgenommen immer die Hauptroute zu nehmen, so führte uns der Weg am westlichen Weserufer entlang Richtung Bad Karlshafen. Kurz nach Hann. Münden legten wir aber nochmal eine kurze Pause ein um uns zu verpflegen.

Die nächsten 45km bis Bad Karlshafen hatten es in sich: knapp 300 Höhenmeter bergan und gute 300 Höhenmeter bergab. Allerdings war der Weg meist sehr gut ausgebaut und die Steigungen gut zu fahren und auch die Beschilderung war sehr gut. So erreichten wir nach nur zweieinhalb Stunden Bad Karlshafen. Wir überquerten die Weser und hatten einen guten Eindruck davon, wie viel Wasser die Weser zur Zeit führt. Wie weit die Weser über die Ufer getreten ist, kann man gut am überschwemmten Campingplatz im Bild erkennen. Wir erfuhren es dann auch noch am eigenen Leib und wurden auch etwas nass, denn der Radweg führte etwa 1km sehr nahe an der Weser entlang und war zum größten Teil überschwemmt. Allerdings konnten wir das Wasser noch gut und ohne Gefahr durchfahren.

Von Bad Karlshafen nach Höxter waren es noch 25km. Diese 25km vergingen ohne besondere Vorkommnisse über die man noch etwas schreiben müsste. Der Weg war stets schön geführt und gut ausgeschildert. Wir lagen gut in der Zeit und fühlten uns gut, ließen es langsamer ausklingen und versuchten schon auf den letzten Kilometern zu regenerieren. Wir machten auch noch die eine oder andere Pause. Das Wetter war heute so gut, dass wir sogar die Sonnencreme bemühen mussten und den Schatten suchten.

Am Campingplatz angekommen, wurde uns ein Zeltplatz direkt am Eingang vor der Rezeption gezeigt. Normalerweise ist dies eine Wiese zum Spielen. Auf die eigentliche Zeltwiese können wir leider nicht, da diese überflutet ist. Die Lage hat aber auch etwas gutes, es sind kurze Wege zu den Waschräumen und zur Rezeption.

Der Tag in Daten:
124km
⌀ 18km/h
6:53h Fahrzeit
8:20h unterwegs

Campingplatz:
Wesercamping Höxter

Geplant:
Etappenlänge: ca. 119km
Höhenmeter: ca. ↑ 795m ↓ 860m


Die GPS-Daten stammen von www.radkompass.de.

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