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Marian Theuerkauf

Radtour an die Nordsee – Tag 9

Vom Campingplatz in Achim starteten wir um etwa viertel nach  8 Uhr unsere Fahrt durch Bremen in Richtung Wesermündung. Als erstes wollten wir aber noch frühstücken, deshalb fragten wir am Campingplatz nach, wo es eine Bäckerei gibt. Wir wurden auf ein Einkaufszentrum in der Nähe hingewiesen, wir müssten immer nur geradeaus fahren. Die Wegbeschreibung kam ungefähr hin und so trafen wir nach einer halben Stunde Fahrt um ca. 8:45 Uhr am Weser-Park ein. Der Weser-Park ist ein riesen Einkaufszentrum, in dem man wirklich alles findet und nach einer Weile dann auch ein Frühstück.
Da wir mit diesem Umweg ziemlich weit vom Weser-Radweg abgekommen sind, beschlossen wir auf die Beschilderung zu achten und den Radwegen Richtung Bremen Innenstadt zu folgen. Wie das so ist, mit dem Verkehr in großen Städten, wird auch in Bremen den Radfahrern wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Immerhin waren meistens Radwege vorhanden. Diese waren allerdings in eher schlechtem Zustand. Auch die Führung der Radwege und die Ampelschaltungen waren nicht immer gut durchdacht, aber wir haben den Weg in die Innenstadt heil überstanden. Viel Zeit in der Stadt nahmen wir uns nicht, wir waren ja nicht zur Stadtbesichtigung da, sondern wir wollten Radfahren.

Der Weg aus Bremen raus verlief noch durch etwas unansehnlichere Gegenden und Hafenanlagen, wir befanden uns allerdings auch nicht immer auf dem offiziellem Weser-Radweg. Aus Bremen raus am Deich entlang der Weser hatten wir teilweise wirklich gute Radwege, da die Deiche und die Wege neu angelegt aussahen. Allerdings war nicht Landschaft nicht sehr schön anzusehen, denn immer wieder fuhren wir an größeren Industrie- und Hafenkomplexen vorbei.

Auch am Kernkraftwerk Unterweser fuhren wir vorbei. Ein nicht schön anzusehendes Kernkraftwerk es sah ziemlich heruntergekommen aus und das Gelände sehr verwildert und die Zäune und Tore als Sicherheitssystem nicht vertrauenerweckend. Kurz danach habe ich meine Sandalen verloren, die auf der Radtasche befestigt waren. Zum Glück konnten wir die Sandalen finden, die ich daraufhin, wie die Tage vorher auch, in der Tasche verstaute. Leider kostete uns die Aktion etwa 20 Minuten, aber da wir sowieso schon kurz vor unserem Tagesziel Nordenham waren, war uns der Zeitverlust in dem Moment egal. Hauptsache die Sandalen sind wieder da.

Geplant war ja in Nordenham noch einmal zu übernachten und als wir am Campingplatz vorbeikamen, war es auch schon 17 Uhr, aber wir hatten einfach noch das Bedürfnis weiter zu fahren. Also war unser nächstes Ziel die Fähre nach Bremerhaven. Auf dem Weg dorthin hielten wir noch schnell am Discounter und kauften ein. Leider haben wir dann die Fähre knapp verpasst und mussten gut 20 Minuten auf die Nächste warten. Wir stellten uns schon die Frage ob es die richtige Entscheidung gewesen ist weiter zu fahren. Doch es war noch hell und warm genug um weiter zu fahren. Die Überfahrt dauert gut 20 Minuten, also waren wir erst um kurz nach halb acht in Bremerhaven.

Dort ging es vorbei am Deutschen Schifffahrtsmuseum, dem Klimahaus und dem Zoo am Meer in Richtung Überseehafen. Der Werra-Radweg verläuft durch das Gebiet des Überseehafens über die Kaiserschleuse, am Container-Aussichtsturm vorbei über die Drehbrücke vor der Nordschleuse. Anschließend radelten wir durch den Bereich des Auto- und Container-Terminals mit seinen vielen Parkhäusern und Autoabstellplätzen. Das Stück durch den Hafen dauert rund eine halbe Stunde und ist immerhin knapp 9km lang. Danach führte uns der Radweg immer den Deich entlang bis kurz vor Schottwarden der Weg wegen Deichsanierung gesperrt ist. Eine Umleitung über Hülsing führt kurz vor Wremen wieder zum Deich. Der Weg den Deich entlang ist zwar sehr schön und gut ausgebaut, allerdings kostet uns der Gegenwind einiges an Kraft und Zeit. SO kommen wir erst um etwa 19:40 Uhr in Wremen an, dem Ort in dem sich auch unsere Ferienwohnung für die nächsten Tage befindet, unsere Endstation für heute. Doch der erste aufgesuchte Campingplatz direkt am Strand hat schon geschlossen, eine Einfahrt ist nicht möglich und evtl. ausgewiesene Plätze für später ankommende Gäste gibt es nicht. Also erstmal wieder hoch auf den Deich und siehe da, unterhalb des Deiches liegt ein zweiter Campingplatz. Also nichts wie hin. Dort angekommen ist der Campingplatzbesitzer schon auf dem Weg aus dem Büro, allerdings hat er doch noch ein Plätzchen für uns.

Der Tag in Daten:
120,6km;
17,1km/h;
7:02h Fahrzeit

Campingplatz:
Campingplatz „Am Wremer Tief“

Geplant:
Etappenlänge: ca. 90km
Höhenmeter: ca. ↑ 101m ↓ 102m

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